Fockbeker Bergschüler/innen in Krakau – ein Reisebericht

Im Februar 2026 unternahm eine Gruppe freiwilliger Teilnehmer aus unserem 10.Jahrgang eine mehrtägige Bildungsfahrt nach Krakau in Polen. Geleitet wurde sie von unserem Geschichtslehrer Herrn Kaczmarek sowie Frau Dzambic, die eine professionelle Ausbildung zur Gedenkstättenpädagogin hat. Schon im Vorfeld war die Vorfreude groß, aber auch ein wenig Aufregung war dabei, da wir wussten, dass uns nicht nur eine schöne Stadt, sondern auch viele ernste und geschichtliche Themen erwarten würden.

Unsere Reise begann am Sonntag, dem 22.02.2026, um 19:00 Uhr am Dorfplatz und am Montagmorgen kamen wir nach langer Busfahrt gegen 09:00 Uhr in Krakau an. Wir waren müde, aber auch gespannt auf die Stadt. Unsere Unterkunft war das Hostel „Deco“. Während der dreistündigen Stadtführung durch die Krakauer Innenstadt haben wir viele beeindruckende Gebäude gesehen, wie zum Beispiel den großen Marktplatz mit den Tuchhallen. Wir fanden es spannend, mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren, vor allem, weil Krakau eine der ältesten Städte Polens ist.

Ein besonderes Highlight war ein unterirdisches Museum unter dem Marktplatz. Dort wurde sehr anschaulich dargestellt, wie die Menschen früher gelebt haben. Durch verschiedene Ausstellungen und nachgebaute Szenen konnte man sich das Leben im Mittelalter gut vorstellen.

Am Dienstag fuhren wir zur Gedenkstätte Auschwitz. Es hat uns alle sehr bewegt, was dort während der Zeit des Nationalsozialismus passiert ist. Die vielen persönlichen Gegenstände und die Geschichten der Menschen haben uns deutlich gemacht, wie schlimm diese Zeit war.  An diesem Abend haben wir uns zusammengesetzt und Zettel und Stift in die Hand bekommen, um aufzuschreiben, wie wir uns fühlen, und um nochmal über alles zu sprechen.

Am Tag darauf wurde uns in einer beeindruckenden Führung durch die Fabrik von Oskar Schindler deutlich gemacht, wie ein einzelner Mensch so vielen anderen Menschen helfen konnte. Durch den anschließenden Besuch des Jüdischen Museums „Galicja“ lernten wir noch mehr über die jüdische Kultur und das Leben vor und nach dem Zweiten Weltkrieg gelernt. Auch dieser Besuch hat uns zum Nachdenken gebracht.

Ein weiteres kulturelles Highlight dieser Fahrt war das Wawel Schloss, genauer gesagt die Privatgemächer und die Schatzkammer. Es war spannend zu sehen, wie die polnischen Könige früher gelebt haben. Besonders die prunkvollen Räume und die wertvollen Gegenstände haben uns sehr beeindruckt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Klassenfahrt nach Krakau eine sehr besondere Erfahrung für uns alle war. Besonders die Besuche in Auschwitz und in der Schindler-Fabrik werden uns lange im Gedächtnis bleiben.

Ein großer Dank geht an die „Harald-Striewski-Stiftung“, die die Fahrt nach Krakau auch in diesem Jahr wieder erheblich finanziell unterstützt hat.

Lucilia und Viktoria, Kl. 10a